
EIN CHANSON FÜR EDITH (Konzerte 2012)
Fr. 27.01.2012, 19:30 Uhr
Kammerkonzertsaal, Kulturzentrum August-Everding Blumenstraße 12-14, 46236 Bottrop
Karten: Tel. 02041 / 703308
mit: Maegie Koreen, Pascal Vallée, am Piano: Niclas Floer
Sa. 28.01.2012, 20:00 Uhr
Kulturzentrum hasperhammer
Hammerstraße 10, 58135 Hagen
Karten: Tel. 02331 / 463681
mit: Maegie Koreen, Pascal Vallée, am Piano: Niclas Floer
Drei Premieren in der Neuen Synagoge
Mittwoch, 2. September 2009, 19:00 Uhr
DER LIEBE AUGUSTIN
Das Wiener Kabarett um Stella Kadmon
mit: Maegie Koreen, Pascal Vallée, am Piano: Niclas Floer
Mittwoch, 4. November 2009, 19:00 Uhr
DIE ZERSÄGTE DAME
Eine Lebens-Revue der Annemarie Hase
mit: Maegie Koreen, Nina Tripp, am Piano: Niclas Floer
Mittwoch, 2. Dezember 2009, 19:00 Uhr
EIN CHANSON FÜR EDITH
Der Welterfolg des Norbert Glanzberg
mit: Maegie Koreen, Jennifer Labath, Pascal Vallée,
am Piano: Niclas Floer
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Die Orte, an denen in den Großstädten Europas bevorzugt über Sensationen und Rekorde, soziale Krisen oder politische Entscheidungen räsoniert wurde, waren die Kaffeehäuser. Vor allem Literaten und Kleinkünstler machten aus ihnen Kultstätten ihrer Kreativität und des freien Geistes. In Nebenoder Kellerräumen bauten sie „Brett’lbühnen” auf, die sie Dichtelei, Künstlercafé, Literaten- oder Chansoncafé nannten.
Auf begrenztem Raum mit intimer Wirkung riefen beeindruckende Darbietungen pure Momente einer visionären Entrückung hervor. Diese literarischen Kabaretts machen den eigentlichen Mythos der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts aus. Erst mit der 1933 einsetzenden Vertreibung und Ermordung der Juden wird in vollem Umfang deutlich, wie sehr diese Kultur von Künstlern jüdischer Herkunft geprägt war.
Rund dreitausend jüdischen Künstlern gelang es aus Nazideutschland zu emigrieren. In den Asylländern gaben sie dann wieder literarisch-musikalische Abende in Exilanten-Cafés, Kellerbars, auf Dachterrassen oder in Rundfunkstudios, für Sendungen in Richtung Heimat. So hat sich die Kunst des Chansoncafés unfreiwillig auch über die Welt verteilt.
Die Interpretin dieses Konzertes gegen das Vergessen, ist eine profunde Kennerin der Chansonkultur. Sie singt und erzählt uns die Geschichten der Menschen, die dieses Genre geschaffen und kreiert haben. Ihre RuhrChansonnale mit Gastkünstlern aus europäischen Partnerstädten, wurde zu einer Referenz ihres Genres innerhalb der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010.
NINA TRIPP ist eine Chansonette wie man sie sich vorstellt. Mit messerscharfer Zunge und einer guten Portion Humor zieht sie das Publikum in ihren Bann. Sie hat sich auf die Chansons von Hollaender und szenische Chansonabende spezialisiert.
Der Deutsch-Franzose ist ein echter Chansonnier mit Leib und Seele. Er gestaltet mit seinem sängerischen Vermögen neue Möglichkeiten im Chanson, wobei er bis auf die Wurzeln dieses Genres zurückgreift, und so, die in den Zeiten der Emigration und des Exils entstandenen Lieder authentisch interpretiert.
JENNIFER LABATH hat den Seelengestalten der Piaf bisher nicht gekannte Farben und Stimmungen entlockt. Sie kann die wechselnden Gefühlsregungen mit zärtlicher und manchmal auch brutaler Berührung zum Ausdruck bringen.